Ausstellungen und Kunstaktionen

1979                Gemeinschaftsausstellung zum Thema "Science Fiction"

                        Galerei Lampingstraße 3, Bielefeld

1980               Teilnahme an Wanderausstellung zum Thema: "Stillleben"

                       Präsentationen in Bielefeld, Münster, Düsseldorf, Taragona

1981               Gruppenausstellung: Kunststudenten zum Thema: "Plastik

                       Fantastik" in Bielefeld und Münster

1982                Gruppenausstellung: Kunststudenten zum Thema: Lebensgroß"

                        in Bielefeld und Münster

1984               Einzelausstellung zum Abschluß des Kunststudiums,

                       Thema: "Alexis Sorbas" Galerie Lampingstraße 3, Bielefeld

                    

1984               Teilnahme an der Jahresausstellung der GEDOK/Bonn im

                       Haus an der Redoute, Bad Godesberg

                       mit Exponaten aus der Reihe: "Alexis Sorbas"

 

                     " Ich arbeite auf der Basis des Informellen: Literatur regt mich

                       immer an, manchmal mehr noch als die Natur oder meine

                       persönliche Umgebung. Allerdings möchte ich meiner Kunst

                       keiner bestimmten Stilrichtung zugeordnet wissen, sie ist vielmehr

                       ein Prinzip, das die Autonomie des Malprozesses, die spontane

                       malerische Geste und den Aspekt des Zufalls mit dem Anspruch

                       verknüpft, Grundsätzliches und Allgemeingültiges zu formulieren.

                       Sie gibt sich einer meditativen Versenkung hin, nicht himmel-

                       stürmend, doch voll verhaltener Freude; so als trachte das

                       eigene Wesen nach Vermischung mit all jenen wie zufällig

                       gefundenen, aber dabei doch so exemplarischen Strukturen;

                       nicht abbildend, sondern gewissermaßen mit malerischen Mitteln

                       darüber nachdenkend."


1985               Teilnahme an der Gemeinschaftsausstellung der GEDOK Bonn

                       Thema: "Eigen-Art"

                       Gruppenausstellung der GEDOK in Euskirchen

                       Beteiligung am Kunstmarkt des Frauenmuseums in Bonn

1986                Beteiligung an der GEDOK '86 Jahresausstellung im Haus an der

                        Redoute in Bad Godesberg

1988                Beteiligung an der Kunstmesse der Künstlerinnen im

                        Frauenmuseum, Bonn

1989               Gruppenausstellung im Künstlerforum Bonn

                       Beteiligung an der GEDOK- Halbjahresausstellung im

                       Museum König, Bonn

 

1989               Beteiligung an der Weihnachtsausstellung des BBK Bonn

                       (Bundesverband bildender Künstler)

 

1989               Beteiligung an der GEDOK '89 Jahresausstellung im Haus an der

                       Redoute, Bad Godesberg

1990                Gruppenausstellung im Atelierhaus Süsterfeld, Aachen

                        Teilnahme an der Kunstmesse der Künstlerinnen sowie im

                        neuen Kunstkaufhaus im Frauenmuseum, Bonn

Gina Rohsen: Im Bauch des Wals

1991               Beteiligung an einer

                       Themenausstellung im

                       Haus Beda, Bitburg

 

1991               Teilnahme an der GEDOK'91

                       Bonn in der Beethovenhalle

                       gezeigte Werkgruppe:

                       "Im Bauch des Wals"



1992               Einzelausstellung: "Gina Rohrsen - Collagen" in der Sparkassen-

                       Galerie Rheinbach              

Gina Rohrsen: Die Verwandlung II

1993                Einzelausstellung "Gina Rohsen- Malerei und Collagen" in der

                        Galerie des  FLS-Studios, Bonn

                        ausgestellte Werkgruppen: u.a. "Im Bauch des Wals",

                        "Die Verwandlung II", "Störung und Auflösung", "Vom

                         Ursprung des Lebens"

 

1993                Teilnahme an der Gruppenausstellung: "Das kleine Format"

                        im kurfüstlichen Gärtnerhaus Bonn.

                       

1993                Teilnahme an der GEDOK-Jahresausstellung "Dimension '93"

                        gezeigte Werkgruppe: "Die Verwandlung II"

Gina Rohrsen: Mutterliebe

1994               Beteiligung an der REGIONALE VII im Künstlerforum Bonn.

                      "Gina Rohsens großformatiges Diptychon "Mutterliebe" repräsentiert

                       zusammen mit den Werkgruppen von Dozenten und Absolventen

                       der Alanus-Hochschule sowie der Künstlergruppe "gruppe konkret"

                       "das beindruckende Künstlerpotential" der Bundesstadt Bonn". 

 

1994               Beteiligung an der jurierten Themenausstellung der Stiftung

                       Kunst und Kultur des Landes NRW zum Thema:

                      "Streitmacht-Machtstreit" (Streit-Macht-Streit) mit Ausstellungen in

                       Walböhl, im Kunstverein Gummersbach sowie in der Landes-

                       vertretung NRW in Berlin.

Gina Rohrsen: Hommage a Beethoven

1995               Einladungsausstellung

                      "Gina Rohrsen - Ina Zeuch: Malerei"

                       im Foyer des AOK-Bundesverbandes

                       in Bonn.

                       Gina Rohrsen stellt in einem Gesamt-

                       überblick den Schwerpunkt ihres

                       künstlerischen Schaffens in den 90-er

                       Jahren vor.  Ihre Arbeiten sind in der

                       Regel mehrteilig angelegt und er-

                       gänzen sich zu umfassend bearbei-

                       teten Themengruppen:

                       16-teiliger Bildzyklus: "Im Bauch des

                       Wals"; 9-teiliger Bildzyklus: "Kreuz-

                       weg zur Ewigkeit"; Werkgruppen:

                       "Struggle for life" (Triptychon);

                       "Hoffnung auf Frieden I und II";

                       "Hommage a Beethoven" (4 Werke)

                       Einige ausgewählte Einzelwerke

                       verdeutlichen ihre von/durch Literatur

                       inspirierte Arbeitsweise:  u.a.

                       "Das Urteil" (nach Franz Kafka);

                      "Ikarus III" etc.                    

Gina Rohrsen: Requiem III

1996               Einzelausstellung "Gina Rohrsen -

                       Erlebnis Kunst" in der Galerie des

                       FLS-Studios Bonn.

                       27 Werke zum Thema Musik

                       betitelt. Requiem I bis III so-

                       wie: "Komposition No. 1" bis

                       Komposition No 24"

 

                      "Gina Rohrsen interpretiert

                       Beethovens Musik auf Ihre Art

                       um. Eine körnig sandige Ober-

                       fläche, in die eine Abbildung

                       von Beethovens eingefügt ist,

                       läßt an eine Gedenktafel, oder

                       ein Epithaph denken. Wenn

                       hier auf Beständiges, Ewiges

                       angespielt wird, so scheint in

                       den von Bandagen gerahmten

                       Notenblättern etwas Verletz-

                       liches auf. Von Sand fast zu-

                       geschüttete Notenblätter

                       mahnen, Beethovens Musik

                       durch Zeit und festgefügte

                       Interpretationen neu zu ent-

                       decken."

                      

1996               Einzelausstellung  "Gina Rohrsen- Fenster zur Musik" im

                       Kurfüstlichen Gärtnerhaus Bonn.

                       Auszüge aus der Rezension im General-Anzeiger vom 13.03.96:

                       "Ihre Materialcollagen im Kurfüstlichen Gärtnerhaus bezeichnet

                       die Künstlerin Gina Rohrsen im Ausstellungstitel selber als

                       "Fenster zur Musik". Sie geben den Blick frei, nicht in die Weite,

                       sondern in das Innere ihrer eigenen Arbeit.

                       Seit Jahren beschäftigt sich Gina Rohrsen mit der Musik

                       Beethovens, eine Auseinandersetztung, die eine eigene und sehr

                       selbständige künstlerische Umsetzung erfahren hat. Fast immer

                       rückt Rohrsen einen filigran gehaltenen Notentext ins Zentrum

                       ihrer zumeist quadratischen Collagen. ... In den durch Strukturen

                       belebten Bildflächen spiegeln sich Klarheit und Gewalt der Musik.

                       ... Das Flüchtige gewinnt Dauer im Gefüge der (bildnerischen)

                       Gestaltung.

                       In einer Arbeit von Gina Rohrsen (Requiem III) erscheint - dort

                       gleichsam geborgen und verwahrt - die Totenmaske des

                       Komponisten. Die Musik ruht in  diesen Bildern, so meint man,

                       unter den Augen der Kunst". 

1996                 Teilnahme an der REGIONALE VIII im Künstlerforum Bonn:

                        "Who is afraid of red, yellow an blue?"

Gina Rohsen: 3 Gemälde zur Regionale VIII

1996               Teilnahme an der BBK-Jahresausstellung '96: "Das andere Portrait"

                       im Haus an der Redoute in Bad Godesberg

1997               Teilnahme an der bundesweiten Ausstellungsaktion: "Zeitgleich" im

                       Bonner Künstlerforum. Insgesamt 105 Städte beteiligten sich unter

                       der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Roman Herzog an

                       dieser Aktion, die in Bonn vom BBK Bonn organisiert wurde. Im

                       Künstlerforum Bonn präsentierten 29 Künstler/innen ihre Werke

                       zu dem unvorgegebenen Thema: "Total - Normal".

Gina Rohrsen: Klangbriefe

1997               Teilnahme an der Ausstellung:

                      "Synchron '97 - Klangbriefe"

                       im Künstlerforum Bonn.

                       Die Ausstellung nimmt Bezug

                       auf die "Synchron '94", die

                       drei Jahre zuvor erstmals

                       explizit das Thema: "Musik

                       und Malerei" aufgriff, um das

                       besondere Verhältnis und die

                       Wechselwirkungen zwischen

                       Musik und bildender Kunst

                       in der Beethovenstadt-Bonn

                       herauszuarbeiten. Gina

                       Rohrsen hatte sich zwei Jahre

                       (1995/1996) lang intensiv

                       mit diesem Thema beschäftigt.

                       Erstmals wählte sie nun die

                       künstlerische Form einer

                       raumgreifenden Installation.

                       Über insgesamt 13 tickenden Metronomen, die mit der Zeit ein

                       immer wieder wechselndes Taktmuster wiedergaben, schwebten                             23 an jeweils zwei gegenüberliegenden Ecken aufgehangene

                       Beethoven-Notenblätter. Bedingt durch die von oben eingeblasene

                       Luft der Klimaanlage bewegten sich die Notenblätter in einem

                       eher zufällig bedingten Rhythmus. Sie vermittelten so den

                       Eindruck eines beständigen Niederrieselns und zwangen den

                       Betrachter gleichzeitig dazu, das jeweils gehörte Taktmuster mit

                       dem optisch wahrgenommenen Blattrhythmus zu

                       synchronisieren.               

                       Mit dieser aufwändigen Arbeit präsentierte Gina Rohsen erstmals

                       eine raumgreifende Installation innerhalb einer Ausstellung. Das

                       bildnerische Stilmittel der "Installation" wandte die Künstlerin in

                       der Folgezeit immer häufiger an, um "transbildnerische" Gefühle

                       und Stimmungslagen ausdrücken zu können. Installationen

                       wurden neben Collage und Malerei schließlich ein eigenständiger

                       Bestandteil ihres Oevres.   

1998               Entwurf eines Bühnenbildes für eine Ballett-Produktion des 

                       Stadttheaters in Rheinbach.

1999               Einzelausstellung im Glasmuseum Rheinbach. Thema: "Zeitspuren".

1999               Teilnahme an der GEDOK-Jahresausstellung im Künstlerforum Bonn

                       Titel: "Bindungen"

2000               Teilnahme an der Ausstellung: "An der Schwelle" im Frauen-

                       museum Bonn.

2000               Verabschiedung aus dem Wirkungskreis Bonn - Rheinbach mit 

                       einer Einzelausstellung in der Burg Altendorf in Altendorf

                       Thema: "Jeder Abschied"

                       (... fällt schwer; ... hinterläßt Wehmut; ... ist ein Neuanfang!)

2003               Teilnahme an der Gruppenausstellung "Begegnungen" im Johannes-

                       Hospiz Münster

2003               Teilnahme an der Künstleraktion: "Übergänge" im Rahmen des

                       münsterlandweiten Projektes "Der Stoff, aus dem die Provinz ist"

                       Präsentation in der "Alten Kirche" in Welbergen.

2004                Teilnahme an der Ausstellung: "Kunst der Begegnung" in der

                        Dominikanerkirche in Münster.

 

2004                Teilnahme an der Künstleraktion: "Twilight Zone" im Kreativhaus

                        in Münster

                        Pressezitat:

                       "Der Besucher erwartet zwischen der Dunkelheit und den "weißen

                        Augenblicken" die Zone der Dämmerung, des Zwielichts. ... Neun

                        bildende Künstlerinnen des KünstlerinnenForums Münsterland

                        (thematisieren die Gegensätze) von Licht und Schatten, von

                        Anfang und Ende, von Flüchtigkeit und Unfassbarkeit auf jeweils

                        eigene Weise. ... Zwielicht als Grenzbereich zwischen Leben und

                        Tod, der Einsatz von Soldaten, der im Zwielicht steht, die

                        Schnittstelle zwischen Wachen und Träumen, "zwielichtige"

                        Gestalten und Schattenfiguren, Totentänze und die Ambivalenz

                        des menschlichen Daseins wird thematisiert. ... Mit allen Sinnen

                        wird man diese Kombination von Licht, Kunstwerken,

                        Filmen, Rauminstallationen und Musik erfahren können."

 

2004                Teilnahme am "Grünen Salon", Atelier im Alten Haus in Legden

 

2004                Fortsetzung der "Twilight Zone" im Glasmuseum in Rheinbach

 

2004                Fortsetzung der "Twilight Zone" in der Faculty of fine Arts in

                        Luxor/Ägypten

 

2004                Teilnahme an der Ausstellung "ZeitRaum" in Legden

2005               Fortsetzung der "Twilight Zone" in der Stadthausgalerie in Münster

 

2005               Fortsetzung der "Twilight Zone" in der Galerie "Kunst im Turm" in

                       Lippstadt

 

2005               Teilnahme an der Kunstaktion: "FrauenGestalten" im DA Kunsthaus

                       Kloster Gravenhorst in Hörstel

 

2005               Teilnahme an der Ausstellung: "Mauerblümchen" der Gruppe M plus

                       in Legden

2006                Teilnahme an der Ausstellung: "Pillen & Pujers" der Gruppe M plus

                        in Doetinchem/Niederlande

2007                Teilnahme an der Aktion: Offene Künstlerateliers unter dem

                        Thema: "Tatort Kunst" des KünstlerinnenForums MünsterLand.

                        Gina Rohren stellte aktuelle Werke erstmals in ihrem privaten

                        Wohnhaus / Arbeitsatelier in Altenberge vor.

2008               Teilnahme an der Ausstellung: "Farbwechsel" in der SO-66 Produ-

                       zentinnengalerie in Münster.

 

2008               Im Rahmen der Aktion: "Tatort Kunst" Teilnahme an der gleich-

                       namigen Ausstellung im Textilmuseum in Bocholt.

2009               Beteiligung an der gemeinsamen Künstlerinnenaktion "Imagine"

                       zusammen mit ägyptischen Künstlerinnen in der Faculty of fine Arts

                       (Kunsthochschule) in Luxor / Ägypten.

2010                Fortsetzung der gemeinsamen Künstlerinnenaktion "Imagine"

                        in der Stadthausgalerie in Münster.

 

2010                Beteiligung an der Ausstellung: "Im Dialog" im Haus Metternich

                        in Koblenz

 

2010                Gemeinsame Ausstellung von Margret Sandmann und Gina

                        Rohrsen in der Raphaelsklinik in Münster: "Im Querschnitt

                        künstlerischen Schaffens: Tonskulpturen und Malerei"

 

2010                Ausstellung und Versteigerung ausgewählter "Kunststücke" in der

                        Galerie Münsterland in Emstetten.

2011               Einzelausstellung "Coffee and Cream" in der Produzentinnengalerie

                       So-66 in Münster

 

2011               Beteiligung an der Gemeinschaftsausstellung: "Wenn Wasser eckig

                       wird" anläßlich des Hafenfestes in der Produzentinnengalerie So-66

                       in Münster

 

2011              "bestechend" Themenausstellung in der Galerie So-66 zur Museums-

                       nacht.

2012            "und so weiter..." Beteiligung an der Jubiläumsausstellung anläßlich des

                     5-jährigen Bestehens der Produzentinnengalerie So-66 in Münster.

 

2012            "sichtbar 10 Jahre" Jubiläumsausstellung des KünstlerinnenForums 

                     Münsterland in der Stadthausgalerie Münster

 

2012             Beteiligung an der Ausstellung: "Weit ab vom Schuss -Ägyptischer

                     Salon" im LWL-Industriemuseum TextilWerk Bocholt / Spinnerei.

Gina Rohrsen: "ALF LEYLA WA LEYLA" Installation "Stocktanz"

              "Zeugnisse der Revolution in Ägypten 2011" benennt Gina Rohrsen ihre

               mehrteilige Installation, die hintergründig auf die aktuellen politischen

               Veränderungen in Ägypten Bezug nimmt. Das KünstlerinnenForum

               Münsterland, dem Gina Rohrsen angehört, pflegt seit Jahren einen

               intensiven Austausch mit ägyptischen Künstlerkolleginnen. Die Künst-

               lerin war in jüngster Zeit mehrmals "vor Ort" in Ägypten gewesen.

               In ihrer Installation geht es Gina Rohrsen nicht darum, demonstrativ und

               plakativ "politische" Kunst zu machen oder lauthals Stellung zu beziehen.

               Vielmehr wählt sie die leisen Töne, versucht in ihren Installationen eine

               Art Spurensicherung zu betreiben, in dem sie Ausschnitte des heutigen

               ägyptischen Alltags dokumentiert. Dazu gehört Freude und Leid. Freude,

               wie sie sich in der fast heiteren Installation: "ALF LEYLA WA LEYLA"

               mitteilt. Man hat den Eindruck, als hätten fünf Heimkehrer ihre rund

               gebundenen weißen Kopftücher an der Garderobe abgelegt und ihre

               Gehstöcke dazugestellt. Sie sind präsent, aber nun privat und nicht mehr

               öffentlich.

Gina Rohrson: "Zeugnisse März 12"

              Wer genau hinsieht, wird in der neben-

              stehenden Rauminstallation eher die

              leidbezogenen Belege der heutigen

              ägyptischen Wirklichkeit bemerken.

              Der Schreibtisch ist "übersäht" mit Ein-

              zelbildern: Menschen und ihre Relikte

              im Protest gegen Diktatur und Korrup-

              tion sind zu sehen. In Augenhöhe er-

              kennt man auf den Glastrennwänden

              Fotos, die Außenansichten - in der Regel

              in Grafittiart bemalter ägyptischer Ge-

              bäude zeigen. Auch diese weisen auf 

              den Protest der Menschen hin. Ein all-

              gegenwärtiger öffentlich-visueller Pro-

              test. "Street-Art" im Dienste des Volkes.

Weitere Ausstellungen von Gina Rohrsen 2012:

 

2012            "Regen hatten wir heute wieder keinen" Gemeinschaftsausstellung an-

                     läßlich des Wintersalons 2012 in der Produzentinnengalerie So-66.

 

2012             Einzelausstellung: "Mehr Platz für neue Ideen - Mehr Platz für die

                     Kunst" HLB Dr. Schumacher und Partner, Münster

2013           "Stärke 10" Gemeinschaftsausstellung der (10) Künstlerinnen der

                    Produzentinnengalerie So-66 in Münster. Gina Rohrsern zeigt ihre

                    "Wasserspiegelbilder".

Gina Rohrsen: "Rostbilder"

2013            Beteiligung an der Gemeinschafts-
                    ausstellung "streng genommen" der

                    So-66 Künstlerinnen anläßlich der

                    Museumsnacht 2013 in Münster. Gina

                    Rohrsen stellt neue, diffizielen Ma-

                    terialbildcollagen vor. Wichtigstes Ge-

                    staltungselement ist "natürlich be-

                    rostetes" Seidenpapier, das die

                    Künstlerin gezielt in einem zeitauf-

                    wändigen Verfahren herstellt, in dem

                    sie das Papier - aufgelegt auf Eisen-

                    platten - der Witterung aussetzt. Die

                    daraus gestalteten Bildtafeln sind in gewisser Weise "natürliche" Zeit-

                    dokumente. Bei genauerem Hinsehen bemerkt man eine "strenge"

                    Strukturierung innerhalb der "Rostflächen". In regelmäßigem Ab-

                    ständen "ordnen" Paßkreuze und Lochpunkte die Leinwände und

                    geben so dem Auge des Betrachters einen visuellen Halt.          

Gina Rohrsen: "Wandrelikte"

2013           Gemeinschaftsausstellung in der  Produzentengalerie

                   SO-66. Gina Rohren experimentiert weiter mit natür-

                   lichen Materialien. Sie schließt gereihte "Steine" unter

                   teilweise "berostetem" Seidenpapier auf ihren Lein-

                   wänden ein. Die so reliefierten Flächen fixiert sie mit 

                   Leim, Schelllack, Öl- und Temperafarben. So entstehen

                   faszinierende, fast archaisch anmutende "Wandrelikte".

                   Um die "Spannung" in der Materialität ihrer Werke für

                   den/die Betrachter/in zu erhöhen, ordnet Rohsen ihre

                   Materialbilder in "kalkulierten" Werkgruppen - meist in

                   Form von waagrechten oder senkrechten Diptychons

                   an. Es zeigt sich, dass die Gesamtwirkung einer Werk-

                   gruppe damit deutlich mehr als die Summe der Einzel-

                   wirkungen ausmacht.

2014           Im Rahmen der Ausstellung "Bruchkante" stellen die Künstlerinnen

                   der Produzentengalerie SO-66 in einem altem, zum Abriß anste-

                   henden (Speicher-)Gebäude des Münsteraner Hafens aus. Es ist dies

                   die letzte Aktion, die in diesem baulichen Ensemble stattfindet ehe die

                   Abrißbirne ihre Arbeit tut. Altes wird durch Neues ersetzt. Historie

                   macht Platz für die Zukunft. Dazwischen liegt eine Genzlinie, die

                  "Bruchkante" (= Titel der Ausstellung in dem kurzfristig zum "Palazzo

                   Finale" umbenannten Speichergebäude). Die "Bruchkante" hat von

                   beidem etwas, von Altem und Neuem, von Historie und Zukunft. Die

                  "Bruchkante" ist ein Ort der Wechselbeziehungen. Gina Rohrsen nähert

                   sich dem Thema durch die Wiederaufnahme ihrer Bonner Installation

                   von 1997: "Klangbriefe". Letztendlich sind es nur Kleinigkeiten, die

                   sie ändert. Denn die Gesamtinstallation beinhaltet genau solche

                   Wechselbeziehungen. Was sieht man? Zehn tickende - auf einer

                   weißen Bodenplatte aufgestellte - Metronome . Sie stehen für das

                   Überlieferte, das Alte, das Strukturgebende. Darüber - an weißen Fäden

                   aufgehängt - erkennt man einige "leicht-locker fliegende" Blätter. Sie

                   stehen für das Zukünftige, das Neue, das noch Konzeptionelle. Tat-

                   sächlich sind es Skipte, Aufzeichnungen eines Poeten, könnten aber

                   genauso gut auch Notenblätter oder erste Architekturskizzen des

                   zukünftigen, noch in Planung befindlichen Gebäudes sein.

                   Und so, wie ein Gedicht oder Poem nur durch Schrift, Musik nur durch

                   Noten und Architektur nur durch Risszeichnungen und Pläne "trans-

                   kribiert" werden kann, so braucht auch eine Lokalität eine gewisse

                   Transkription, um transparent zu werden und präsent zu bleiben.

                   Man hört bei dieser Installation kein Poem, man hört keine Musik, sieht

                   keine konkrete Architektur. Man bemerkt nur das Ticken der Metro-

                   nome, bemerkt nur das Alte, das konkret Erfahrbare. 

                   Auch diese Installation visualisiert eine "Bruchkante", die ihren beson-

                   deren Reiz dadurch erhält, dass ein Betrachter dieser "Szenerie"

                   fast automatisch versucht, die Wechselwirkungen aufzudecken und

                   einen rhytmischen Bezug zwischen dem Takt der Metronome und den

                   durch Luftzug bewegten schwebenden Blättern herzustellen.

                   Manchmal klappt das, in der Regel bleiben die Wechselbeziehungen

                   aber eher vage. So wie auch das Neue - die Zukunft - in aller Regel

                   vage bleibt. (Bruchkante)

                   Gina Rohrsen: "Installation Klangbriefe II" 

Gina Rohrsen Installation: "Der verlassene Ort" (2014)

2014        Im Herbst 2014 folgt die Themenaus-

                stellung "ff. Die Fortsetzung" in der

                Galerie SO-66.

                Gina Rohrsen bearbeitet das Thema

                künstlerisch in ihrer Installation:

               "Der verlassene Ort". Sie indiziert eine

                Situation, die zeitlich vor der "Fort-

                setzung" bestand. Man sieht ein "mu-

                mifiziertes", weißes Stiefelpaar auf

                einem Bilderteppich. Darauf eine mit

                einem Schloß versehene Holzkiste.

                Offenbar eine "Reisekiste", in der die

                Habseligkeiten einer Person verstaut

                sein könnten. Auf der Kiste bemerkt man einen Teller nebst Besteck,

                möglicherweise die letzte Mahlzeit eines/r Reisende/n. Die Person ist nicht

                mehr da. Wahrscheinlich hat sie ihre Reise angetreten. Die "Fortsetzung"

                der Situation ist somit eingetroffen. Es bleibt ein "verlassener Ort" zurück,

                es bleibt Abwesenheit und Leere.

2014       Zur letzten Gemeinschaftsausstellung des Jahres 2014 bearbeiten die

               Künstlerinnen des Produzentengalerie SO-66 das Thema "Winterreise".

               Man nimmt thematisch Bezug auf den berühmten Liederzyklus "Die

               Winterreise" von Franz Schubert (1797-1928), wobei jeder Titel des

               24-teiligen Liederzyklus aufgenommen und künstlerisch umgesetzt werden

               konnte. Gina Rohsen hatte sich in Ihrer Bonner Zeit intensiv mit Ludwig

               van Beethoven (1770 -1827) und den korrespondierenden Ausdrucks-

               möglichkeiten von Musik und Malerei beschäftigt. In ihren beiden Werken

               stellt sie (ohne Wertung) Auszüge aus den Partituren von Schubert und

               Beethoven gegenüber. Beide lebten zur gleichen Zeit in Wien, wahr-

               scheinlich kannten Sie einander, obgleich Beethoven 17 Jahre älter war.

               Das genaue Verhältnis der beiden Komponisten zueinander ist bis heute

               ungeklärt. Schubert verehrte Beethoven, witmete ihm eine seiner

               Kompositionen und sorgte dafür, dass diese an den verehrten Meister

               übergeben wurde. Beethovens Reaktion darauf ist nicht überliefert.

               Da Franz Schubert bereits mit 31 Jahren verstarb, "überlebte" er Beet-

               hoven nur um 1 Jahr.  Beide wurden zunächst in unmittelbarer Nähe zu-

               einander auf dem Währinger Friedhof in Wien begraben, ehe beide post-

               hum in Ehrengräber auf dem Wiener Zentralfriedhof umgebettet wurden.

 

 links:      Gina Rohrsen Diptychon:         rechts:    Gina Rohrsen- Eckinstallation

               "SB - Kontrapunkte"                             "Doppel(grab-)kreuz"

2015      Ausstellung So-66-Wintersalon: Gina Rohrsen präsentiert im Rahmen

              einer Gruppenausstellung der SO-66 Produzentengalerie dreidimensio-

              nale, "raumgreifende" Objekte. Auf einen gelöteten Kupferdrahtrahmen

              spannt sie handgeschöpfte Papiervliese auf, die die Spuren und Einfär-

              bungen natürlicher, meist metallisch-rostiger Verwitterungsprozesse tragen.

              Jedes der Objekte ist auf seine Weise eine gezielt geschaffene skulpturale

              Plastik, ein archaisch anmutendes, sinn- und funktionsfreies Umweltobjekt,

              ein "Kunst"- Stück (im wahrsten Sinne des Wortes) und mit seiner einma-

              ligen Patina gleichzeitig ein unnachahmliches Langzeitdokument.

Abbildung oben:  Gina Rohrsen Objekt: "Himmel und Hölle" (2015)

2016       Zur  So-66 Gemeinschaftsausstellung "Frizzante", die parallel

               zum Hafenfest im Juni/Juli 2016 in Münster in den Räumlich-

               keiten der Produzentengalerie organisiert wird, steuert

               Gina Rohrsen ein raumhohes Materialbild bei. Wieder expe-

               rimentiert sie mit "natürlichen" Farben, läßt "geteerte" und

              "angerostete" Papiere als Spurenträger miteinander kontras-

               tieren. Auf der Mittelachse des Objektes glaubt man eine

               schnurähnliche Vorrichtung zu erkennen, die durch einen

               bläulich transparent gemalten "Eisquader" führt. Der Eis-

               quader, eigentlich ein "natürliches" Wasserobjekt - hier in

               gefrorenem Aggregatzustand (Frizzante) malerisch darge-

               stellt- verbindet beide Objekthälften.  

               Abbildung rechts: Gina Rohrsen: "Symphonie aus Rost und Teer" (2016)

2016       Gemeinschaftsausstellung " Das Reh springt weit". Anläßlich des 100-

               jährigen Bestehens der Dada-Bewegung präsentieren die Künstlerinnen

               der Produzentengalerie SO-66 ein "Gesamtkunstwerk" als Hommage an

               den Dadaismus, der als zeitgenössische Kunstbewegung einen enor-

               men Einfluß auf die Kunst der Moderne hatte (und bis heute noch hat).

               Als gemeinsame Klammer ihrer Arbeiten wählen die Künstlerinnen ein

               "Reh", weil dieses in seinen willkürlich-zufallsbedingten Sprüngen ein

               geradezu dadaistisches Verhalten zeigt und als künstliches Objekt sowohl

               (hoch-)künstlerische, satirische und kitschige Bezüge aufweist.

Gina Rohrsen Drei Materialbilder zum Thema: "Das Reh springt weit" (2016)

                    Rehe springen - als Scherenschnitte schabloniert - über, unter und 

                    zwischen Notenblattfregmenten, die die Handschrift Ludwig van

                    Beethovens tragen. Die Rehe selbst sind aus typischen Materialien, die

                    die Künstlerin häufiger in ihren Objekten einsetzt: Holzfunier, Röntgen-

                    bilder und "angerostete" Papiervliese. Text auf dem Radiergummi

                    des Arp-Museums im oberen Bild: "Bevor DaDa da war, war DaDa da".

2016      Umgeben von ägyptischer Hochkultur und Gegenwartskunst

              Gina Rohrsen richtet sich in Luxor/Agypten ein eigenes Wohnatelier ein.

              Neben den Zeugnissen des alten Theben (siehe Grab des Sennefer) ist sie

              dort von - unmittelbar vor dem Haus gelegenen - offenen "Freiluft-Ateliers"

              umgeben, in denen sie zusammen mit Freunden und Künstlerkollegen

              ebenfalls arbeiten kann.

oben:  Gina Rohrsen: Aufnahmen aus dem Grab des Sennefer in Luxor

unten: Blick vom Balkon des Wohnateliers auf die offenen Freiluftateliers

oben: Teilausschnitt Ägyptische "Street-Art"-Kultur in Luxor (Foto: Gina Rohsen)

         (Zur Vergrößerung bitte in die Abbildungen klicken)

Fotoportrait Gina Rohrsen

2017      Beteiligung an der Ausstellung Echolot(e), die

              von den Künstlern und Künstlerinnen der Kultur-

              werkstatt Altenberge e.V. und dem historischen

              Eiskeller mit Unterstützung der Gemeinde

              Altenberge vom 30.04. bis 14.05.2017 durchge-

              führt wurde. Die Ausstellung gab einen Überblick

              über die aktuelle Kunstszene in Altenberge. Zur

              Ausstellung erschien ein aufwendig gedruckter

              Farbkatalog, in dem die zehn beteiligten Künst-

              ler/innen und ihre Werke erläutert wurden. Gina

              Rohrsen ist mit zwei ihrer großformatigen Tafel-

              werke sowie der archaisch anmutenden Eisen-

              plastik "Himmel und Hölle" vertreten. Die Aus-

              stellung wurde in der Kunstzeitschrift: Kontur 16

              vorgestellt und besprochen.

Abb. links oben:   Tafelbild ohne Titel 150 x 190 cm , Eisenoxyd und Acryl auf Lw.

       rechts oben: Tafelbild "Geteilte Landschaft" 190 x 130 cm (Arbeit von 2008)

       links inten:    Exponat: "Himmel und Hölle" 90 x 120 x 120 cm (2016)

       rechts unten: Exponat: "Himmel und Hölle" im historischen Eiskeller Altenberge

Fortsetzung des Künstlerinnenprofils siehe Untermenue: Sammlungsverzeichnis

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